Das Kalenderblatt von heute vom 15. Februar 2018

Losung

Ich weiß, mein Gott, dass du das Herz prüfst, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm.

1.Chronik 29,17

Lehrtext

Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus.

Epheser 4,15

Aktuelle Woche

Kirchliche Woche

Sonntag, 11. Februar 2018 bis Samstag, 17. Februar 2018

Wochenspruch

Seht, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben ist durch die Propheten von dem Menschensohn. (Lk 18, 31)

Feiertag

Estomihi (Sonntag vor der Passionszeit)

Erklärung

Die Karnevalszüge ziehen mit Getöse durch die Straßen. Menschen genießen die „tollen Tage“, bevor am Aschermittwoch alles vorbei ist. Der evangelische Gottesdienst macht mit seiner Evangelienlesung eine Woche vor der Passionszeit bereits das Leiden zum Thema.
Der Name des Sonntags, Estomihi, mag als Anspruch klingen oder aber Bitte im Angesicht des Leidens sein. Er geht auf den Beginn des Sonntagspsalms zurück: Sei mir ein starker Fels und eine Burg (Psalm 31).
Wie geht ihr mit dem Leid und der Ungerechtigkeit um? Mit welcher Motivation tut ihr das? Diese Fragen stellen die weiteren gottesdienstlichen Texte. Eines der motivierenden Bilder: Recht und Gerechtigkeit mögen erfrischend sein und nie versiegen.  

Thema

Der Weg zum Kreuz

Amos 5, 21-24

21 Ich hasse und verachte eure Feste und mag eure Versammlungen nicht riechen –

22 es sei denn, ihr bringt mir rechte Brandopfer dar –, und an euren Speisopfern habe ich kein Gefallen, und euer fettes Schlachtopfer sehe ich nicht an.

23 Tu weg von mir das Geplärr deiner Lieder; denn ich mag dein Harfenspiel nicht hören!

24 Es ströme aber das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.

Andacht der Woche

Was mir nützlich ist

Jetzt sind sie bald wieder hier und da zu sehen. An den schwarzen Punkten auf ihrem roten Panzer zählen Kinder oft ihr Alter ab. Auch wenn das erwiesenermaßen eine Legende ist. Aber um den Marienkäfer ranken sich viele Erzählungen. Das kleine Insekt hat eine Karriere als Glückssymbol gemacht. Es ist ein beliebtes Motiv auf Glückwunschkarten und in der Kunst. Seine rote Farbe wird oft mit Liebe assoziiert. Einem Mann stehe die Heirat bevor, sollte ein Käfer auf ihm landen, heißt es in manchen Gegenden. Und die Sekunden bis zum Abflug vom Zeigefinger einer jungen Frau deuten auf die Jahre, die sie noch bis zur Hochzeit warten muss.

Weil der Marienkäfer sich von Blattläusen und Spinnmilben ernährt, waren ihm Bauern und Gärtner schon seit jeher freundlich gesinnt. Der kleine Nützling wurde als Geschenk der Jungfrau Maria gesehen, daher der Name. Protestantisch gesinnte Käferkundler wollten Maria hingegen vermeiden und nannten ihn Herrgottskäfer oder Jesuskäferlein.

Vielleicht kann der Marienkäfer auch religiös „nützlich“ sein. Weil er daran erinnert, in den Erlebnissen des Alltags - gerade in den kleinen Dingen - einen Wink Gottes zu erblicken und daraus Glück und Mut und Hoffnung zu schöpfen. Symbolisch gesehen kann der Marienkäfer zum Nachdenken anregen, was im eigenen Leben nützlich ist und was einem eher schadet.

„Prüft aber alles und das Gute behaltet.“ (1.Thess 5,21), so hat es schon der Apostel Paulus empfohlen. Die Fastenzeit, die in der kommenden Woche mit dem Aschermittwoch beginnt, lädt im besonderen Maße zu einer solchen Besinnung ein. Es ist eine Zeit des Prüfens. Neben Familie und Beruf zählt für viele Menschen die Beziehung zu ihren Freundinnen und Freunden zu den wichtigsten Dingen im Leben. Welche Menschen machen mein Leben reich? Für welche Menschen bin ich wirklich wichtig? Habe ich auch falsche Freunde? Fastenzeit kann auch heißen: Ich prüfe meine Beziehungen und behalte wahre Freunde. Das sind Menschen, die auch in schweren Zeiten zu mir gehalten haben. Vielleicht lohnt es sich, nach reiflicher Überlegung, einen eingeschlafenen Kontakt wieder zu beleben. Ein sonniger Gruß beendet manche eisige Stille. Denken Sie daran, wenn das nächste Mal ein Marienkäfer auf Ihnen landet, - und gönnen Sie sich einen nachdenklichen Moment. Es wird Ihnen und ihren Freundschaften nützen!

Pastor Fabian Gartmann


Die  Andacht bezieht auf die kommende Fastenzeit
 

 

Liturgische Farbe

Liturgische Farbe Grün - Bild von Erich Grün

Grün als Farbe der erwachenden und lebenden Natur bestimmt die Sonntage nach Epiphanias bis zur Passionszeit und die Sonntage nach Trinitatis.

Bild: Sammlung Erich Grün                 

© Ev.-luth. Landeskirche Hannovers

Text: Grethlein, C./Ruddat, G.: Liturgisches Kompendium

Quelle Losungen: Herrnhuter Losungen Losungen

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Wochenlied

in wahrer Glaube Gotts Zorn stillt (EG 413) und Lasset uns mit Jesus ziehen (EG 384

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